Barrierefreiheit in Gebäuden – So setzen Sie als Elektroplaner die Norm SIA 500 mit Auracast Höranlagen um

«Herr Müller, der Empfang hier ist miserabel. So können wir den Raum nicht abnehmen.»
«Aber es sind schon überall Induktionsschlaufen verlegt. Besser wird’s nicht.»
«Dann lassen Sie sich etwas einfallen.»

Kommt Ihnen dieses Gespräch bekannt vor?
Normen, Gesetze und technische Neuerungen verändern sich gefühlt jeden Tag.
Da noch den Überblick zu behalten, ist eine echte Herausforderung.

Mit der SIA 500 kennen Sie sich bestens aus. 

Sie wissen: Barrierefreiheit bedeutet längst mehr als eine Rampe vor der Eingangstür. Heute gehört dazu auch akustische Zugänglichkeit – damit auch Menschen mit Hörbeeinträchtigung gleichberechtigt teilhaben können. 

Und genau hier passiert gerade ein gewaltiger technologischer Wandel. 

Wo früher Hörschleifen Ihre einzige Option waren, eröffnen Auracast Höranlagen heute ganz neue Möglichkeiten. Diese Technologie basiert auf Bluetooth LE Audio und wird die Welt der Höranlagen grundlegend verändern.

In diesem Beitrag erfahren Sie:

  • welche Anforderungen die Norm SIA 500 im Bereich Höranlagen an Sie stellt,
  • wie Auracast funktioniert – und warum es klassische Systeme bald ablösen wird,
  • und wie Sie alle Normen und Richtlinien zur akustischen Barrierefreiheit mit Auracast im Gebäudebau auf einfachste Weise erfüllen können.

EOTEC begleitet diesen technologischen Wandel proaktiv – in enger Zusammenarbeit mit Pro Audito und mit dem klaren Ziel: akustische Barrierefreiheit einfach, zuverlässig und zukunftsfähig machen.

Das bedeutet die Norm SIA 500 für den Elektrobereich

Wenn Sie ein öffentlich zugängliches Gebäude in der Schweiz planen und bauen, kommen Sie an der SIA 500 «Hindernisfreies Bauen» nicht vorbei. Diese Norm stellt sicher, dass Gebäude für jeden Menschen barrierefrei zugänglich und nutzbar sind – auch akustisch. 

Sie wissen es schon: Für Elektroingenieure und Bauherren ist hier vor allem Kapitel 7.8 «Hörbehindertengerechtes Bauen» entscheidend. Öffentliche Räume mit akustischer Kommunikation – wie Empfangsbereiche, Säle, Aulen, Sitzungszimmer, Theatersäle – müssen mit einer Höranlage ausgestattet sein. 

Es wird von Ihnen gefordert, dass Menschen mit Hörbeeinträchtigung immer und überall alles einwandfrei verstehen können, unabhängig von Entfernung, Raumakustik und Nebengeräuschen. Die Norm verweist dabei auf die internationale Richtlinie IEC 60118-4 für die Qualität und Messung von Höranlagen.

Aktuell befindet sich die Norm SIA 500 in Überarbeitung (prSIA 500:2025) und ist zur öffentlichen Vernehmlassung freigegeben.

Konkret bedeutet das für Sie: 

  • Der gesamte Hörbereich muss gleichmässig abgedeckt sein.
  • Das Signal-Rausch-Verhältnis muss stimmen, damit die Sprache klar verständlich ist.
  • Die Anlage muss für Nutzer klar gekennzeichnet und leicht zu erkennen sein.

In der Praxis wurden diese Vorgaben bisher so gut wie möglich umgesetzt mithilfe von Induktionsschleifen, die das Tonsignal über ein Magnetfeld an Hörgeräte mit T-Spule übertragen.

Doch diese Technik hat ihre Grenzen, besonders bei Metallstrukturen, grosser Raumtiefe und komplexen Grundrissen.

Glücklicherweise sind Induktionsschleifen für Sie als Elektroplaner heute nicht mehr die einzige Möglichkeit, Höranlagen normkonform umzusetzen. Eine neue technologische Entwicklung schenkt Ihnen eine einfachere, flexiblere und zuverlässigere Lösung: Auracast.

So wirft Auracast die traditionellen Hörschleifen aus dem Rennen

Die klassische Induktionsschleife hat sich über Jahrzehnte bewährt – doch bei den ständig wachsenden Anforderungen an Barrierefreiheit müssen wir neue, innovative Wege gehen.

Komplexe Grundrisse, Metallkonstruktionen und aufwendiges Nachrüsten in bestehenden Gebäuden machen sie zu einer schwierigen, kostspieligen Pflichtaufgabe, statt zu einer praktischen Lösung.

Auracast Höranlagen ändern das: Sie bieten mit einem zentralen Sender eine elegante, normgerechte Alternative.

Ihre Vorteile auf einen Blick:

1. Planungssicherheit

Kein Rechnen, kein Messen – ein Sender versorgt den gesamten Raum drahtlos und ermöglicht, je nach Raumgeometrie und Personendichte, eine Reichweite von ca. 70 Metern. Eine flächendeckend hochqualitative akustische Barrierefreiheit für alle Menschen mit Hörbeeinträchtigung – so setzen Sie die Norm SIA 500 optimal um. 

2. Zeitersparnis bei der Installation

Kabel verlegen, Boden aufreissen beim Umbauen – all das gehört dank Auracast der Vergangenheit an. Das System lässt sich innerhalb kürzester Zeit installieren oder nachrüsten und wird einfach an der Wand befestigt.

3. Niedrigere Gesamtkosten

Durch die kürzere Planungszeit, weniger Material und weniger Aufwand beim Installieren des Systems, können Sie die Projektkosten wesentlich verringern.

4. Technologischer Fortschritt

Auracast ist ein offener internationaler Standard. Ob Handyhersteller, Audiofirmen oder Hörgerätehersteller – Sie alle setzen Auracast bereits um und stellen kompatible Geräte her. Sie sehen also, diese Technologie ist keine Eintagsfliege. Sie wird zum neuen Standard.

5. Bessere Nutzererfahrung

Schliesslich ermöglichen Auracast Höranlagen in öffentlichen Gebäuden, wie Museen oder Flughäfen, jeden Menschen über die eigenen Geräte zu erreichen – sei es für wichtige Durchsagen oder jede andere Information, die akustisch geteilt wird. Die Technologie ist intuitiv, kabellos und funktioniert zukünftig ohne Zusatzempfänger oder Hilfe.

EOTEC ist in ständigem, engem Austausch mit Pro Audito und Beat Graf, dem Experten im Bereich Höranlagen. Pro Audito begleitet die Normanpassungen in der Schweiz aktiv und ihre Studien und Experimente zeigen: 

Auracast ist heute die optimale Lösung für barrierefreies Bauen. 

Weitere Informationen und Testberichte finden Sie direkt bei Pro Audito Schweiz: https://www.pro-audito.ch/auracast/

Auracast – So funktioniert die neue Technologie

Als Fachexperte möchten Sie nun wissen, wie diese Technologie konkret funktioniert und wie Sie Auracast im Gebäudebau umsetzen können. 

Auracast basiert auf der neuen Übertragungstechnologie Bluetooth LE Audio und führt die nächste Evolutionsstufe von Bluetooth ein. Bisher existierte nur die klassische Punkt-zu-Punkt-Verbindung, bei der ein Sender mit einem Empfänger gekoppelt ist. Auracast sendet stattdessen ein weitläufiges Broadcast-Signal und bietet so einen offenen Audiokanal, mit dem sich beliebig viele Geräte gleichzeitig verbinden können.

So funktioniert es in der Praxis: 

Ein Auracast-Sender wird an das bestehende Audiosystem angeschlossen, zum Beispiel an eine Beschallungsanlage. Dieser Sender überträgt das Audiosignal via Bluetooth LE Audio in den gesamten Raum. Und dabei sind weder Metallstrukturen noch komplexe Gebäudegrundrisse ein Hindernis.

Die Übertragung des Audiosignals erfolgt über den revolutionären LC3-Codec, der kristallklare Sprachqualität, eine minimale Verzögerung und hohe Energieeffizienz garantiert.

Alle Geräte, die Auracast unterstützen – wie Hörgeräte, Kopfhörer und Smartphones – können sich direkt verbinden. Ohne komplizierte Einstellungen.

Und für Nutzer, die aktuell nicht über eine Auracast-fähige Höranlage verfügen, gibt es besondere Empfänger, die nach Bedarf vom Personal ausgehändigt werden können. Diese lassen sich mit einem Nackenloop oder mit Kopfhörern koppeln. 

Für die Planung und Installation bedeutet das:

  • Sie montieren den Sender ideal auf einer Raumhöhe von 250 cm und garantieren dabei eine Reichweite von bis zu 70 Metern.
  • Die Speisung erfolgt über PoE vom Switch und die Signalübertragung via RJ45 mit Audiosignal (Dante).
  • Alternativ kann das Audiosignal analog von einem DSP eingespeist werden.
  • Die Ladeschale wird über einen Switch per RJ45 sowie mit 230 V verbunden, damit der ständige Datenabgleich und die Stromversorgung sichergestellt sind.
  • Die Konfiguration erfolgt über eine intuitive Software, mit der Sie Kanäle benennen und QR-Codes generieren können. So können Nutzer sich einfach verbinden.

Sie sehen es selbst: Auracast im Gebäudebau macht die Umsetzung akustischer Barrierefreiheit einfach, drahtlos und nutzerfreundlich. Damit Sie sich bei der Abnahme keine Sorgen mehr über Störfelder und Feldstärken machen müssen. 

EOTEC ist heute schon ein Experte in dieser revolutionären Technologie und unterstützt Sie zuverlässig dabei, Auracast-fähige Systeme zu planen, zu testen und in neue Bauprojekte oder bestehende Gebäude zu integrieren.

 

Auracast morgen – Das erwartet uns in der Zukunft

Der Bereich barrierefreies Hören erlebt aktuell eine echte technische Revolution – dank der Auracast Höranlagen und der innovativen Bluetooth LE Audio-Technologie.

In den kommenden Jahren wird Auracast zum neuen Standard für Höranlagen in öffentlichen Gebäuden – so selbstverständlich, wie heute WLAN oder Notbeleuchtung.

Jetzt schon integrieren Hörgerätehersteller, Smartphone-Produzenten und Unternehmen in der Audiotechnologie Auracast in ihre Geräte.

Das bedeutet: Immer mehr Menschen haben direkt über ihre eigenen Endgeräte Zugang zu den Auracast Höranlagen – ganz ohne zusätzliche Empfänger oder komplizierte Konfiguration. 

Diese Entwicklung erlaubt es Ihnen als Elektroplaner, den ständig steigenden Anforderungen an barrierefreies Bauen in der Schweiz gerecht zu werden. 

Sie möchten an diesem revolutionären Wandel proaktiv teilhaben? 

Dann kontaktieren Sie uns noch heute.

EOTEC arbeitet an vorderster Front: Als Experte für akustische Zugänglichkeit in öffentlichen Gebäuden unterstützen wir Elektroplaner mit Wissen, Workshops und Systemlösungen. So werden Sie schon heute zum Vorreiter im Bereich Auracast Höranlagen.

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